Das Beste vom Besten

Anscheinend, nachdem ich nicht mehr lesen muss, lässt auch meine Motivation zum Schreiben nach. Aber halt. So nicht. Heute möchte ich fünf Bücher vorstellen, die auf ihre Art besonders für mich waren.

Das schnellste: "Carmen" - Prosper Mérimée

Ein Buch, das mich tatsächlich überrascht hat. Positiv. Gefunden habe ich es im Cafe Caspar, ein Cafe von meinen Freunden, gleich neben dem Rathaus.
Gelesen habe ich es an einem Nachmittag, als ich in Zagreb unterwegs zu einem Flohmarkt war, der dann eigentlich doch nicht war. Da ich vor hatte mir ein Fahrrad dort zu kaufen, bin ich zu fuß hin, denn Öffis dorthin gibts nicht. Da der Flohmarkt aber super weiter draußen liegt, habe ich die Zeit beim Gehen mit der hübschen „Carmen“ verbracht. Am Weg zurück war dann die gemeinsame Zeit auch schon wieder vorbei. Eine kurze aber umso feurigere Romanze.
Sidefact: Dieses Buch war auch die Inspiration zur Oper „Carmen“. 


Das langsamste: "Handbuch des Kriegers des Lichts" - Paulo Coelho

Einige Bücher sind für den Titel des Buches, mit der längsten verstrichenen Zeit zwischen Beginn und Ende in Frage gekommen. „Die innere Burg“, oder die Biografie von Ignatius von Loyola, aber mit Abstand am längsten habe ich für Coelhos Sammlung an kleinen Weisheiten gebraucht.
Gar nicht so, weil das Buch fad war oder schwer zu lesen. Eher das Gegenteil, war der Fall. So ein zwei Seiten zwischendurch sind schnell und einfach mal gelesen, und da ist vermutlich auch der Grund versteckt, warum es so lange gedauert hat. Ich habe es immer rausgeschoben (ähnlich wie diesen Blogeintrag), weil es ja eh so easy zu lesen ist. 
Naja am Ende, habe ich es ja dann doch „besiegt“. 
P.S.: Ich glaube begonnen habe ich im April mit dem Buch und fertig war ich im Dezember .

Das Buch mit dem größten Impact auf mein Leben: „Just Walk Across the Room“ - Bill Hybels

Bevor ich das Buch gelesen habe, habe ich einen Vortrag von Bill Hybels mit genau dem gleichen Titel gehört. Nachdem ich auch das Buch gelesen habe, könnt ihr euch denken, dass er mir gefallen hat. Aber warum hatte und hat es den größten Impact auf mein Leben? 

Jeder von uns hat eine Sache für die er besonders brennt. Vielleicht weißt du es noch nicht, aber ich bin davon überzeugt, da gibt es dieses eine Ding, dass dein Herz schneller schlagen, deine Hände feuchter werden, und deinen Kopf träumen lässt.
Stell dir vor, du weißt wofür du brennst, du hast schon viele Wege versucht um es umzusetzen, alle möglichen Tricks und Ratschläge ausprobiert, aber noch immer hast du absolut keine Ahnung, wie du diese Sache sinnvoll umsetzt. Und dann kommt da dieses Buch daher… und BÄÄM zeigt dir wie es geht. Das war bei mir so. Wenn ihr nicht eh schon wisst, wofür ich so brennt, könnt ihr entweder das Buch lesen, oder (geht vermutlich schneller) mich einfach fragen.

Das schönste: "Der Fahrradkurier" - Travis Hugh Culley

Schon bei meinem ersten Blogeintrag zu diesem Buch, konnte ich nicht zum Schwärmen aufhören. 
Hier nochmal einer meiner Lieblingsstellen: „Ich stand etwas abseits und betrachtete die über mir zum Himmel steigende Skyline. Für mich ist die Stadt eine majestätisches Kunstwerk. Jedes Detail ist ehrlich und offen. Sobald ich einen Schritt aus ihrem irrwitzigem Tempo herausmache, kann ich es sehen. Sie bewegt sich wie eine riesige kinetische Skulptur. […]. Wahrzeichen wie das Art Institute und das Board of Trade scheinen die restliche Stadt in ihr Gravitationsfeld zu ziehen. […]. Die Stadt ist ein Fließtext, der gelesen werden soll, aus der Nähe betrachtet und aus der Ferne, in Ruhe erforscht von denselben Menschen, die in ihrem Räderwerk funktionieren.“ 
Ach, da schmelze ich einfach wieder dahin.

Das Buch, das ich NIEMANDEN empfehlen würde:
“Mann mit der Ledertasche" - Charles Bukovsky

Die, die schon mal ein Buch von Charles Bukovsky gelesen haben, werden mich vermutlich verstehen. Allen anderen sei gesagt, lest es einfach nicht. Ihr verpasst absolut nichts. Warum?! Nicht, dass Bukovsky nicht packend und spannend schreibt, dass sei mal außenvorgestellt, jedoch schreibt er total obszön. Und da ist auch schon der Grund, warum ich ihn nicht weiterempfehlen würde. Ein Buch in dem jedes zweite Wort (gut, nicht jedes zweite, aber ganz sicher mindestens jedes dritte; mir graut es nur davor es nochmal zu öffnen und nachzuzählen) ist einfach ekelhaft zu lesen. Viele bezeichnen Bukovsky als großen Autor, doch für mich ist er ein obszöner 14-jähriger, der sich gut mit Worten ausdrücken kann.