Kleine Zwerge ganz Groß

Woche 43 neigt sich dem Ende zu. Das heißt NUR noch neun Wochen.
Naja nicht so schlimm. Ich muss echt zugeben, dass es eine gute Entscheidung war den Blog zu beginnen, denn seit dem Start bin ich doppelt so motiviert diese Challenge durchzuziehen.
Da ich es noch immer nicht geschafft habe, so wie eigentlich letzte Woche groß angekündigt, das Hörbuch „Think Big to Go Home“ fertig zu hören waren es letzte Woche doch nur zwei Bücher Nennt mich einen Hochstapler, ich habe es definitiv verdient. :P
Jedoch gibt es einen halbwegs plausiblen Grund, wobei er vermutlich trotzdem wie eine Ausrede klingt: Ich war am Nachhauseweg, hatte die Kopfhörer schon ausgepackt und fünf Minuten gehört und da gibt mir Martin Limbeck eine tricky Aufgabe, nämlich so konkret wie nur irgendwie möglich aufzuschreiben wo man in einem Jahr steht. In fünf Bereichen (Job, Familie, Gesundheit, …) soll man vier Ziele formulieren und sich dafür 20 Minuten Zeit nehmen. Macht das mal, ist gar nicht so einfach. Wobei für mich das schwierigste ist sich mal die 20 Minuten Zeit zu nehmen. Vielleicht schaffe ich es noch heute. Da fehlt es noch ein bisschen an der berühmten Konsequenz ;) 


Bilbo der Große


Anyways, genug der Ausreden, kommen wir zu dieser Woche. Ich war schon immer ein sehr großer Herr der Ringe Fan, die Filme habe ich geliebt. Ich glaub das erste Spiel, dass mein Bruder Raphi und ich uns für die PS2 gekauft haben, war Herr der Ringe -Die zwei Türme. Nur leider war ich super mies in dem Spiel.
Mein Lieblingscharakter war und ist noch immer Gimli. Nicht nur weil er klein (so wie ich) ist, sonder weil er mega stark (so wie ich) und ein totaler Sturrkopf ist (so wie ich ein bisschen haha). Außerdem schaut er einfach richtig cool aus (so wie ich). Zwerge. Die haben es mir angetan. Elben sind ja nett und alles, aber fürs Schmutzige und Schwierige kann es nichts besser als Zwerge geben.
Meine Vorliebe für Zwerge hat „The Hobbit“ zu einem großen Lesevergnügen gemacht. Manche mögen jetzt vielleicht entsetzt sein und das für einen mittleren Skandal halten, aber bis Montag habe ich noch kein einziges Buch von J.R.R Tolkien gelesen. Als ich letzte Woche in einer Zagreber Bibliothek „The Hobbit“ gesehen habe, dachte ich mir, es ist an der Zeit.

Von den drei Hobbit Filmen war ich eigentlich nicht begeistert. Den ersten fand ich ganz nett, bei den anderen zwei ist mir aber vorgekommen, als würde die Filmindustrie die ganze Serie künstlich in die Länge ziehen, um mehr Profit zu generieren. Wie ich die dicke des Buches (ja nur ein Buch und nicht drei) gesehen habe, habe ich mich umso mehr gewundert, wie sich da drei Filme ausgehen… wobei ich es auf eine gewisse Art und Weiße verstehen kann. Gibt es doch viele Nebenhandlungen die Tolkien nicht erzählt.
Für alle die weder das Buch noch die Filme gesehen haben, „Der Hobbit“ ist der Vorläufer zur berühmten „Herr der Ringe“ -Triologie und ein Fantasy-Kinderbuch, das in der riesigen von Tolkien ausgedachten Welt „Mittelerde“ spielt. Tolkien hat das Buch ursprünglich für seine Kinder geschrieben. Ich finde das macht das ganze noch entzückender.
Hier die kurze Zusammenfassung von Wikipedia (finde die einfach gut geschrieben, ich würde das nicht so hinbekommen ;) ):
Im idyllischen Auenland im Westen des Kontinents Mittelerde wohnt das menschenähnliche Volk der kleinen, gemütlichen, friedfertigen und sesshaften Hobbits.
Eines Tages tauchen der Zauberer Gandalf und in seinem Gefolge 13 Zwerge (Thorin, Bifur, Bofur, Fili, Kili, Dori, Nori, Ori, Oin, Glóin, Balin, Dwalin und Bombur) in der Wohnhöhle Bilbo Beutlins auf, um bei ihm einzukehren. Dieses Ereignis stellt die bisher wohlgeordnete Welt des Hobbits auf den Kopf. Weil ihn selbst kurz die Abenteuerlust packt, sieht er sich plötzlich zum Meisterdieb ernannt: Er soll den Zwergen helfen, ihren vom Drachen Smaug gestohlenen Schatz wieder zurückzugewinnen. Als Bezahlung wird ihm ein Vierzehntel des Schatzes versprochen. Nicht nur, dass für Hobbits die Existenz von Drachen fraglich erscheint und Abenteuer von ihnen verabscheut werden: Der Berg Erebor, in dem der Drache mit dem gestohlenen Schatz lebt, befindet sich noch dazu in einem weit entfernten Land im Osten von Mittelerde. Trotz aller Zweifel und der später immer wiederkehrenden Reue bricht Bilbo gemeinsam mit den Zwergen und Gandalf nach Osten auf.

Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und ich muss sagen, bevor ich meine Englisch-Skills nicht nochmals massiv verbessere, werde ich Herr der Ringe lieber auf Deutsch lesen. Tolkien benutzt viele alte und spezielle Begriffe. Man merkt ihm eindeutig den Literaturprofessor an. Es ist natürlich möglich der Handlung zu folgen ohne ständig ins Wörterbuch zu schauen und die unbekannten Begriffe nachzuschlagen, nur finde ich geht so der Zauber und Charakter des Buches verloren. Aber das hat es natürlich bisschen mühsamer zu lesen gemacht. Trotzdem war es wirklich schön endlich etwas vom Vater des Fantasy Genre in Händen zu halten. Außerdem hat mir die Vorstellung gefallen, wie er am Bett seiner Kinder sitzt und ihnen „Der Hobbit“ vorliest. Ich finde, dass das Buch nicht nur für Kinder geeignet ist und wirklich schön auch im fortgeschrittenen Alter von 22 zu lesen.
An dieser Stelle, auch wenn er es nicht mehr lesen wird, danke Herr Tolkien für „Fantasy“.

Eine Horizonterweiterung

Als zweites Buch diese Woche habe ich „Carmen“ von Prosper Mérimée quasi vernichtet. Samstag morgen begonnen, Samstag Abend beendet. Ich muss zugeben, das Buch hat nur 92 Seiten. Gleichzeitig ist das Buch, das auch die Grundlage für George Bizets Oper „Carmen“ darstellt, sehr lesenswert. Es erzählt die unglückliche Geschichte des Gauners Don Jose und wie ihn seine Carmen dazu geformt hat.
Wenn ich solche Bücher wie „Carmen“ gelesen habe, bin ich wieder sehr dankbar für dieses Projekt, ohne ihm hätte ich nie diese Bücher, die eigentlich nicht meinem Lesegeschmack entsprechen, gelesen und ich das wirklich bedauern würde.

Deshalb zum Abschluss des heutigen Eintrags eine kleine Aufgabe, tut mal wieder etwas, dass ihr sonst so gar nicht tun würdet und beobachtet einfach mal, was dabei passiert. Z.B. Jemanden eine Blume schenken. Einfach so.


P.S.: Zagreb ist großartig und ich freu mich über alle die mich besuchen kommen. Also nur nicht schüchtern sein.