Krasse Weihnachten und feucht fröhliches neues Wasserbett

Weihnachten. Was soll man da schon groß schreiben?! Ich versuche nach bestem Wissen und Gewissen uns allen treu zu bleiben und wie sonst auch meinen Beitrag ganz gemütlich sonntags zu schreiben, und dann kommt da einfach Weihnachten in die Quere und stellt alles andere in den Schatten.
Denn ganz ehrlich, wenn man sich mal bewusst macht, was zu Weihnachten passiert, also wenn man natürlich auch glaubt, dass das was da vor knapp 2000 Jahren in Bethlehem, Israel angeblich passiert ist, wirklich passiert ist, dann wird eigentlich alles andere belanglos.

„Hass ist krass. Liebe ist krasser.“ ein Spruch den ich diese Woche gelesen habe und mich ziemlich beschäftigt hat. „… Liebe ist krasser.“ Geht es nicht genau darum an Weihnachten?! Liebe?!
Gott, also dieser Typ, der eigentlich alles kann, der alles weiß, der alles tun kann, der uns nicht braucht, der lässt sich auf „unser“ Niveau runter und kommt zur Welt.
Warum?! Es macht doch rein logisch keinen Sinn. Das macht absolut keinen Sinn. Als würde der reichste und mächtigste König, alles aufgeben, alles verschenken, seinen ganzen Reichtum, seine Macht aufgeben, all seine Besitztümer nur damit er mit Bettlern auf der Straße wohnen kann, mit dem dreckigsten Abschaum. Das macht keinen Sinn. 


Außer… es passiert weil er uns gern hat. Aus Liebe. Ziemlich krass.

Naja genug des Romantisierens, „Der unsichtbare Apfel“ habe ich letzte Woche nachdem ich meinen Beitrag geschrieben habe, fertig gelesen, und ganz ehrlich, das Buch, war das Verrückteste, was ich in meinem Leben gelesen habe, und da waren schon einige, wirklich, wirklich abge****te Sachen dabei. 
Stell dir vor, du liest sechs Seiten lang nur den Buchstaben „K“. Witz Ohne. Sechs Seiten, zwischendurch tauchen mal paar andere Zeichen auf, aber auch mit diesen macht der Text nicht mehr Sinn.


Ich muss jetzt mal kurz unterbrechen, für das verrückteste Weihnacht, das ich je hatte. Nämlich dieses. Es ist gerade vor 2 Stunden passiert. Passend zum Buch, passend für meine Woche, und was nicht passt wird passend gemacht. 
Stell dir vor, Weihnachtsabend, du sitzen Raclette essend gemütlich in der Küche und plötzlich geht das Licht aus… Sicherung gefallen. Naja eigentlich ganz romantisch, essen geht halt bisschen schwer im Dunklen und das Raclette funktioniert nur mit Strom. Strom also wieder anschalten - Sicherung fällt schon wieder. Ursachenforschung… Da fällt dir plötzlich ein, ihr habt ja vor dem Abendessen begonnen das Wasserbett im Zimmer deines kleines Bruders neu zu befühlt…

Furchterfüllt und mit einer Taschenlampe bewaffnet, erklimmst du den 1. Stock. Mutig kämpfst du dich bis ans Ende des Ganges durch, und da erblickst du das Grauen…

Die mit Wasser befüllte Matratze ist so gespannt, wie ein Wasserballon, der kurz vor de, Zerplatzen ist. Aus der Öffnung, in die eigentlich das Wasser zum Befüllen hineinkommt, schießt es in einem großen Bogen wieder hinaus. 700Liter Wasser warten nur darauf wieder in die Freiheit gelassen werden. 

Wir haben vergessen das Wasser abzuschalten, und das flutet nun das Zimmer meines Bruders.

Jetzt kann ich darüber lachen, aber wie ich das gesehen habe, war mir anders zu Mute. Da war ich echt ein bisschen, eh nur ein ganz klein bisschen panisch.
Zweiter Gedanke, wortwörtlich, SCHÖNE BESCHERUNG. 

Naja mittlerweile, läuft das Wasser gemütlich aus dem Bett, das Zimmer ist fast wieder getrocknet und der Stress hat fast ganz nachgelassen. Aber haha, war das ein Erlebnis.

Da kann der unsichtbare Apfel, so verrückt er auch sein mag, nicht mithalten. Manche Geschichten kann man sich gar nicht ausdenken. Und ein letzten Satz fürs Phrasenschwein hab ich noch: Die besten Geschichten schreibt ja doch das Leben.


FROHE WEIHNACHTEN meine Lieben, genießt die Zeit mit eurer Familie und bis bald. Der nächste Eintrag kann ruhig bisschen ruhiger sein.