THINK BIG OR GO HOME

Ich sitze noch etwas verschlafen im Bus, draußen zieht das wunderschöne (und momentan auch etwas nebelige) Österreich vorbei. Es geht wieder zurück nach Zagreb. 
Vor mir liegen noch zirka vier Stunden Busfahrt und hinter mir liegt eine sehr geniale und lesereiche Woche. Zuerst mal danke an euch für euer positives Feedback, freut mich echt, dass der Blog euch gefällt und noch mehr freue ich mich, dass einige tatsächlich mehr lesen möchten. 
Ziel erreicht oder? Ah leider geht das nicht so schnell.. Da gibt es ja auch noch eine Challenge. Tatsächlich geht da endlich etwas weiter. 16 Bücher in 10 Wochen. Tiktak.
Hai! Ozean! Blutende Frau auf einer schwimmenden Boje! Die Leuchtpistole funktioniert nicht! Hai wittert Blut! Hai tötet fast Frau! Frau tötet Hai! Ahhh, da wache ich verschlafen auf, will gemütlich meinen Blogeintrag schreiben und dann zeigt der Bordfernseher irgendeinen Film und ich kann mich nicht davon lösen. Jedes Mal, wenn ich wieder zu schreiben beginnen will, zieht mich dieser thoofe Bildschirm in seinen Bann. Konsequenz! Das braucht es. Und als ich endlich wieder, konsequent wie ich bin *hust*, zu schreiben beginne, geht der Bildschirm aus und ich habe endlich meine Ruhe.

Konsequenz

Ein Wort das mich die ganze Woche über begleitet hat. Ich habe es tatsächlich geschafft diese Woche (fast, das eine werde ich noch während der Busfahrt fertig lesen) drei Bücher zu lesen. Zwei Faktoren waren dabei besonders wichtig. Einerseits waren die Bücher spannend, andererseits, und ich bin der Meinung das ist der wichtigere Faktor, habe ich mich echt mal bisschen an der Nase genommen. Aber was meine ich damit?
Kennt ihr das, wenn ihr in die U-Bahn, Straßenbahn oder den Bus einsteigt und das erste was ihr herausnehmt ist… das Smartphone?! Oder ihr geht gerade von A nach B, es ist nur ein kurzer Weg und damit es nicht so langweilig ist, nehmt ihr das Handy raus?! Oder ihr wartet gerade auf einen Freund, der sich fünf Minuten verspätet hat und nehmt deshalb das elektronische Multifunktionsgerät aus eurer Hosentasche?! Oder ihr sitzt in der Vorlesung, der Vortragende ist in etwa so eloquent, wie Trump, wenn er über den Klimaschutz spricht und nehmt daher euer (ja richtig geraten) HANDY heraus?!
Ich glaub ihr seht langsam vorauf ich hinaus möchte. Viel zu oft nehmen wir unser Handy in die Hand und lassen uns davon zur Geisel machen. Wir könnten ja eine Nachricht verpasst haben. Es ist auch schon wieder zwei Stunden her das wir unsere E-Mails gecheckt haben. Außerdem hat doch gerade SK Hintertupfing gegen RB Pappenheimer gespielt und wir wollen natürlich sofort wissen wer gewonnen hat.
Die Angst etwas zu verpassen ist groß. Und man könnte wirklich, was wichtiges verpassen, oder? NEIN.
Schon ganz oft habe ich mir gedacht, die Zeit die man ständig vor dem Bildschirm seines viereckigen Freundes verbringt kann man auf jeden Fall besser füllen, unsere Vorfahren haben auch ohne Snapchatstory ihres besten Freundes überlebt (aus etlichen Erzählung weiß ich aber auch, dass damals noch das Gras grün und der Himmel blau war, und sowieso alles besser- kann als Erklärung dienen).
Also, Straßenbahn oder Bus? - Buch herausgeholt. Kurzer fader Weg? - Buch herausgeholt. Freund noch immer nicht da? - Buch herausgeholt. Kurz vorm einschlafen in der Vorlesung? - Buch herausgeholt und den Lorics geholfen die Welt vor den Mogodorianern zu rettet.

Konsequenz. Hier ist es wieder, dieses ominöse Wort, von dem viele erfolgreiche Leute behaupten, schuldig für ihren Erfolg zu sein. Diese Woche habe ich erfahren, wie viel mehr möglich ist, wenn man nur die Dinge konsequent tut. Ich habe mir nie groß Zeit genommen und einfach mal eine Stunde gelesen, sondern, weil die Woche wirklich voll war, nahezu jede Möglichkeit (ab und zu konnte mich mein Handy doch als Geisel nehmen) genutzt um mein Buch herauszuholen und ein paar Seiten zu lesen.
Und siehe da, sie trägt tatsächlich Früchte… diese ominöse Konsequenz. Drei Bücher in einer Woche.
Aber was bedeutet es konsequent zu sein? Für mich bedeutet das immer weniger Kompromisse in meinem Leben einzugehen. „Dein Ja sei ein Ja, und dein Nein sei ein Nein!“, lesen wir schon in der Bibel. Ich möchte jetzt nicht beginnen zu predigen. Sondern einfach ganz demütig anmerken, wie schnell ich dabei bin lau zu werden. Mich gehen zu lassen, weil es vielleicht kurzzeitig gesehen der leichtere Weg ist. Doch erreicht man dadurch etwas im Leben? Ja vermutlich schon. Wäre mir das genug? Auf gar keinen Fall.

Die Bücher

Das erste Buch diese Woche war ein englisches, nämlich das letzte der „I am Number Four: Lost Files“ Serie, mit dem Untertitel „ Zero Hour“. Eigentlich ein klassischer Fantasy Roman, mit bösen Aliens die die Welt unterwerfen möchten und guten Aliens die die Welt retten möchten und Superkräfte haben. Das (für mich) spannende an der „Lost Files“ Serie ist die Perspektive der Handlung. Denn in ihr werden Zwischen- und Hintergrundgeschichten von Nebencharaktern erzählt, die in der eigentlich Hauptserie keinen Platz finden.

Gleich danach habe ich das Buch „Mein Weg mit Jesus“ von Peter van Woeren gelesen. Witzig ist, wie ich zu dem Buch gekommen bin. In Wien gibt es einige offene Bücherschränke. Leider habe ich dort noch nie ein gutes Buch gefunden. Vor knapp vier Wochen, als ich im 7. Bezirk auf dem Nachhauseweg war, bin ich an eben einer diesen vorbeigekommen und habe da dieses alte entzückende Buch gefunden. Ich muss dazu sagen, dass ich eigentlich kein großer Fan von solchen Jesusgeschichten bin, weil sie immer wieder in einem „Wir haben uns alle lieb“- Stil geschrieben sind. Peter van Woeren ist da bisschen anders.
Im Buch erzählt ein protestantischer Prediger seine Lebensgeschichte und was er alles auf seinem Weg mit Jesus erlebt hat. Peter van Woeren, wie der Name schon erraten lässt, ist Holländer. In der Zeit des Nationalsozialismus, wird er zwei mal ins Gefängnis geworfen. Und trotzdem bleibt er seinem Glauben treu. Er lebt und arbeitet als Prediger mit so viel Einsatz und Herz, wie ich ihn nur selten zuvor gesehen habe. Ich habe mehrmals unterm Lesen innehalten müssen, weil ich einfach so beeindruckt von ihm war und einfach nur gestaunt habe.
Von allen Büchern die ich bis jetzt gelesen habe, hat mich dieses am meisten beeindruckt und inspiriert. Denn Peter ist so klar, so kompromisslos, so ehrlich, so authentisch in dem was er lebt. Am meisten beeindruckt mich, mit welchem Drive er den Menschen in der Welt von Gott erzählt und wie er sich von nichts und niemanden beirren lässt. Konsequenz.

Das letzte (Hör)Buch für die Woche ist „Think Big or Go Home“. Ein Vortrag des (vermutlich) erfolgreichsten Verkaufscoach Deutschlands Martin Limbeck. Bis vorhin, als ich für den Blogeintrag nachgeschaut habe, wie das buch tatsächlich heißt, habe ich eigentlich geglaubt es heißt DREAM BIG OR GO HOME. Als ich aber das THINK gelesen habe, habe ich vieles besser verstanden. Denn es geht darum, wie unser Denken uns groß werden lässt.
Limbeck erklärt welches Mindset es benötigt um wirklich großes im Leben zu erreichen. Für ihn, als Verkäufer, definiert sich Erfolg natürlich in erster Linie über das Finanzielle. Abe nicht nur. Es ist nicht alles für ihn. Sondern es geht auch darum, wie man im Privatleben erfolgreich wird. Vieles seiner Verkaufsstrategien, lassen sich auf auf alltägliches ummünzen.
Es ist schwierig, dass in einem Satz zusammenzufassen, aber ich würde sagen, es geht darum das Ziel immer vor Augen und eine positive Einstellung zu haben. Ich spreche hier nicht von weltfremden Optimismus, sondern von positivem Denken. Und ohne harte Arbeit funktioniert sowieso nichts.
Eine spannende, im Buch erwähnte Aufgabe, die jeder ganz leicht nachmachen kann, ist, 47 Dinge, die wir in unserem Leben erreicht haben, aufzuschreiben. Damit sollen wir von dieser Einstellung weggehen, dass wir nicht können, nichts erreicht haben und sowieso Versager sind. Ich habe wirklich so eine Liste geschrieben und es ist echt erstaunlich zu sehen, was wir alles schon geschafft haben in unserem Leben.
Für mich war das Hörbuch ein Erinnerung, welche Einstellung und Arbeitsweise es benötigt um die GROSSEN Dinge in unserem Leben zu erreichen. Eine gesunde Portion Optimismus mit ganz viel Konsequenz.


P.S.: An alle Follow Me Leute, danke für das geniale Wochenende mit euch.